Ärzte Zeitung, 18.02.2010

Regierung lässt Gesundheitsrat links liegen

BERLIN (hom). Die Bundesregierung segelt bislang ohne die Expertise des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen (SVR).

Der Bremer Gesundheitsweise Professor Gerd Glaeske sagte der "Ärzte Zeitung", der Vertrag des Sachverständigenrates sei am 30. September vergangenen Jahres ausgelaufen. Seither habe es "nicht einen einzigen Brief oder Anruf" aus dem zuständigen Bundesgesundheitsministerium (BMG) gegeben.

Der Sachverständigenrat berät die Regierung seit 1985 zu Fragen der Gesundheitsversorgung. Das siebenköpfige Gremium erstellt dazu im Turnus von zwei Jahren Gutachten. Seine Mitglieder werden für vier Jahre berufen.

Das Gremium sei auch in die Gespräche zwischen BMG, Kassen und Pharmaindustrie über mögliche Einsparpotenziale im Gesundheitswesen nicht einbezogen worden, kritisierte Glaeske. Unterdessen kamen am späten Donnerstagnachmittag Vertreter der Pharmaindustrie mit Minister Rösler zusammen. Zuvor hatte es bereits Gespräche mit den Kassen gegeben (wir berichteten).

Lesen Sie dazu auch:
Rösler lässt seine Gesundheitsweisen ohne Vertrag

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Abstimmung über Trumps Gesundheitsreform verschoben

Die Republikaner haben nicht genügend Stimmen für die Abschaffung von "Obamacare" zusammen, verschieben die Abstimmung im Kongress. Trump muss warten - das kann ihm nicht schmecken. Aber das Weiße Haus macht Druck. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »