Ärzte Zeitung online, 05.08.2010

Pharma-Verband vfa lehnt "Preisschaukel" ab

BERLIN (sun). In der Diskussion um die sogenannte "Preisschaukel" meldete sich auch der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) zu Wort. Der vfa beteuerte "den Geist des Gesetzes" zu respektieren. Man lehne ein Unterlaufen des Pharma-Sparpakets ab, hieß es.

Für den Verband sei "klar, dass kein Unternehmen gegenüber den Kassen einen reduzierten Zwangsrabatt berechnen sollte, ganz gleich, ob vor kurzem Preisveränderungen vorgenommen wurden oder nicht".

"Der vfa teilt die Auffassung des Bundesministeriums für Gesundheit, dass es bei richtiger Auslegung des Gesetzes überhaupt keine Gesetzeslücke gibt", betonte vfa-Vorstand Dr. Wolfgang Plischke. Sollte das BMG dennoch das Gesetz präzisieren, würde der vfa dies unterstützen, "um Rechtssicherheit für alle Beteiligten zu gewinnen". Dabei sollte dies rückwirkend zum 1. August 2010 erfolgen, "damit alle Unternehmen gleich behandelt werden", so Plischke.

Lesen Sie dazu auch:
Ministerium will Gesetzeslücke im Pharma-Sparpaket schließen

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