Ärzte Zeitung, 16.09.2010

Goldene Tablette: Preisträger 2010 ermittelt

MÜNCHEN (sab). Das Unternehmen Novartis hat beim Wettbewerb um die goldene Tablette 2010 mit vier Preisen am erfolgreichsten abgeschnitten.

Zum elften Mal wurden durch die repräsentative Facharztumfrage Pharma Trend 2010 die beliebtesten Pharmaunternehmen und innovativsten Medikamente ermittelt und ausgezeichnet. Im Auftrag der Zeitschrift PharmaBarometer wurden 1500 niedergelassene Ärzte aus zehn Facharztgruppen befragt.

Dass es sich bei den ausgezeichneten Unternehmen, die mit der "goldenen Tablette" geehrt wurden ausschließlich um forschende Arzneimittelhersteller handele, sei eine weitere Bestätigung des Forschungsstandortes Deutschland, so der Herausgeber des PharmaBarometers, Dr. Dieter Jung, bei dem Festakt im Deutschen Museum in München.

Deutschlands Fachärzte würdigten bei ihrer Bewertung insbesondere die Forschungsintensität und den Service der pharmazeutischen Industrie. Der Außendienst fließe zwar in die Bewertung ein, verliere aber mehr und mehr an Bedeutung, erklärte Jung. Der Gewinner des Abends war - wie im Vorjahr - Novartis mit vier Preisen.

Neben der goldenen Tablette in den Facharztgruppen der Allgemeinärzte, Praktischen Ärzte und Internisten (API) und der Pneumologen wurden zwei Präparate des Nürnberger Unternehmens zu den innovativsten Produkten 2010 gewählt: Lucentis® bei degenerativer Makuladegeneration wurde zum wiederholten Mal von der Gruppe der Ophtalmologen geehrt, die Pneumologen entschieden sich für Onbrez®.

Mit dem Ehrenpreis, der zum sechsten Mal gemeinnütziges und soziales Engagement im Gesundheitswesen würdigt, wurde die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe ausgezeichnet, die sich mit großem Erfolg für die Optimierung der Schlaganfall-Versorgung einsetzt.

Der mit 28 000 Euro dotierte Preis wurde von PharmaBarometer und sieben Pharmaunternehmen sowie der Dr. Jung Gruppe gestiftet. Zu den bisherigen Gewinnern des Ehrenpreises zählt zum Beispiel auch die Felix Burda Stiftung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »