Ärzte Zeitung online, 14.10.2010

EMA gibt sich neue Richtlinie zum Umgang mit Interessenkonflikten

LONDON (eb). Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will künftig genauer auf Interessenkonflikte ihrer Mitarbeiter und Gutachter schauen. Eine neue Richtlinie dazu hat der Verwaltungsrat vergangene Woche beschlossen. In diesen Tagen soll sie publiziert werden.

Mit den neuen Richtlinien soll ein "effizienterer, robusterer und transparenterer" Umgang dem möglichen Interessenkonflikten eingeführt werden, heißt es in einer Mitteilung der Behörde.

Künftig soll so sichergestellt werden, dass mögliche Interessenkonflikte von Mitgliedern der wissenschaftlichen Gremien und externen Gutachter sich nicht auf die Arbeit der EMA auswirken. Konflikte könnten etwa entstehen, wenn die Beteiligten zusätzlich für die pharmazeutische Industrie arbeiten.

Die neuen Regeln sollen sich über alle Bereiche erstrecken, die mit der Zulassung und Pharmakovigilanz von Mensch- und Tierarzneien betraut sind.

Die neue Richtlinie geht laut EMA auf die Erfahrungen der letzten Jahre zurück. Ein erstes Regelwerk dazu hatte sich die Behörde im Jahr 2004 gegeben.

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