Ärzte Zeitung online, 11.11.2010

Rösler: Gesundheit wird auch langfristig teurer

BERLIN (dpa). Trotz der Gesundheitsreform müssen sich die Bürger nach Darstellung von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) auf steigende Kosten für die medizinische Versorgung einstellen.

"Angesichts der demografischen Entwicklung und des technischen Fortschrittes wäre es unseriös zu behaupten, Gesundheit könnte künftig billiger werden", sagte Rösler am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin".

An diesem Freitag soll der Bundestag die künftige Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung verabschieden. Danach werden 2011 die Beiträge von 14,9 auf 15,5 Prozent steigen.

Am 11. November will die Koalition ein Gesetz zur Begrenzung der Pharma-Ausgaben durch den Bundestag bringen.

"Es gilt, dass Neun-Milliarden-Euro-Defizit, was zu erwarten wäre, wenn wir nichts täten, auszugleichen", erläuterte Rösler. Dies werde mit der Reform gelingen, allerdings seien die Maßnahmen "nicht angenehm".

Lesen Sie dazu auch:
AMNOG: "Klar ist: Die Preise rutschen Richtung Süden"
Bundestag drückt Reset-Taste für Nutzenbewertung

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »