Ärzte Zeitung, 17.01.2011

Förderpreis für Beratungskonzept mit Klinikapotheker

STUTTGART (mm). Sieger des von der Landesregierung ausgeschriebenen Qualitätsförderpreises Gesundheit Baden-Württemberg 2010 ist das Projekt "Krankenhausapotheker auf Station - Pharmazeutisches Konsil" der Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld von 8000 Euro verbunden.

Beim Siegerprojekt aus Bruchsal wird auf den chirurgischen, urologischen und gynäkologischen Stationen ein "Beratungsapotheker auf Station" eingesetzt.

Über ein Formular, das sogenannte "Pharmazeutische Konsil", wird die von den Stationsärzten eingetragene hausärztliche und weitere Klinikmedikation für den Patienten durch den Apotheker bearbeitet.

Dabei werden die hausärztliche Medikation durch die Mittel der Hausliste substituiert sowie Interaktionen, Dosierung und Indikationen auf der Basis von Leitlinien geprüft. Auffälligkeiten werden vom Apotheker an den Stationsarzt kommuniziert.

Dadurch soll nach Angaben der Klinik der lückenlose Übergang der Arzneimittelversorgung von der hausärztlichen Versorgung gewährleistet werden.

Eine Befragung beim ärztlichen und pflegerischen Personal der Klinik habe hohe Zufriedenheit mit dem Verfahren und eine hohe Einschätzung des Patientennutzens ergeben.

Das Projekt "Optimierte Arzneimittelversorgung bei der Entlassung aus dem Krankenhaus - ein Beitrag zu mehr Versorgungsqualität" des Schwarzwald-Baar-Klinikums Villingen-Schwenningen erhielt eine Anerkennung und ein Preisgeld in Höhe von 4000 Euro.

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Arzneimittelpolitik (6904)

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