Ärzte Zeitung online, 24.01.2011

Verhandlungen zum Kassenabschlag geplatzt

BERLIN (run). Der Kassenabschlag, den Apotheken für rezeptpflichtige Arzneimittel entrichten müssen, geht erneut ins Schiedsverfahren.

Wie aus Kassenkreisen zu erfahren war, konnten sich der GKV-Spitzenverband und der Deutsche Apothekerverband (DAV) bei ihrem jüngsten Treffen diese Woche nicht auf die Höhe des Rabatts für das Jahr 2010 einigen.

Die Verhandlungskommission der Apotheker- und Kassenvertretung hatte sich zwar bereits Ende vergangenen Jahres auf einen Abschlag in Höhe von 1,75 Euro geeinigt.

Diese Einigung war jedoch gleich nach Bekanntwerden von verschiedenen Krankenkassen torpediert worden. So hatten sowohl die AOK als auch der Ersatzkassenverband vdek Widerspruch eingelegt.

Da in den aktuellen Verhandlungen die Fronten verhärtet waren und keine Einigung in Sicht kam, wird nun - wie bereits für den Abschlag 2009 ein Schiedsgericht aufgerufen.

In diesem werden unter Leitung dreier unabhängiger Vorsitzender je fünf Vertreter von Apothekerschaft und Krankenkassen um einen Kompromiss ringen.

Für das laufende Jahr und das Jahr 2012 gibt es hingegen keine Diskussion: Hier wurde im AMNOG ein Kassenabschlag von 2,05 Euro für die Apotheken fixiert.

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