Ärzte Zeitung online, 14.02.2011

Zahl zuzahlungsfreier Arzneien sinkt

Für Patienten ist derzeit nur knapp jedes zweite Rabattarzneimittel zuzahlungsfrei oder -ermäßigt. Das waren vor einem Jahr noch deutlich mehr, wie der Deutsche Apothekerverband (DAV ) mitteilt.

BERLIN (run). Mit dem Stand 1. Februar wird nur noch bei 49,5 Prozent der Medikamente, die an die Versicherten bei Verordnung auf einem Kassenrezept abgegeben werden, in der Apotheke die gesetzliche Zuzahlung komplett oder hälftig erlassen. Vor einem Monat waren es noch 53,1 Prozent, vor einem Jahr sogar noch 59,2 Prozent.

Insgesamt sind nach Angaben des DAV derzeit 26.000 von 53.000 Rabattarzneimitteln zuzahlungsfrei oder -ermäßigt. Dabei kann je nach Kasse des Versicherten das gleiche Arzneimittel unter einen Rabattvertrag fallen oder nicht. Falls es rabattiert ist, kann es komplett zuzahlungspflichtig (zwischen fünf und zehn Euro), zur Hälfte zuzahlungsbefreit oder komplett zuzahlungsfrei sein - auch das kann je nach Krankenkasse variieren. Die Höhe der Zuzahlung, beziehungsweise, ob ein Präparat zuzahlungsfrei ist, ist anhand der Apotheken-EDV ersichtlich.

Die gesetzlichen Zuzahlungen der Patienten für sämtliche Arzneimittel beliefen sich im Jahr 2010 auf 1,8 Milliarden Euro - mit seit Jahren steigender Tendenz, so der DAV.

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