Ärzte Zeitung, 08.06.2011

BPI will Liste, die Austausch von Arzneien regelt

FRANKFURT/MAIN (fst). Eine verbindliche Liste von Indikationen und Wirkstoffen, bei denen der Austausch in der Apotheke verboten ist: Dies ist eine von mehreren Forderungen des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI), die er in das Versorgungsgesetz aufgenommen sehen will.

Bei diesen Verordnungen solle die Wirtschaftlichkeitsprüfung entfallen. Gleiches solle gelten, wenn für Arzneimittel eine Vereinbarung mit den Kassen besteht oder wenn es sich um Medikamente gegen seltene Erkrankungen handelt. Komplett ausgenommen werden von der Wirtschaftlichkeitsprüfung müsse zudem die Schmerztherapie, fordert der BPI.

Arzneimittel für Kinder sollten besser erforscht werden. Die bisherigen ökonomischen Anreize für Studien hätten nicht die gewünschte Wirkung gezeigt. Daher sei eine konzertierte Aktion "Kinderarzneimittel" unter Leitung des Bundeskanzleramts sinnvoll.

Schließlich plädiert der BPI dafür, dass OTC-Präparate für Patienten mit schwerer Neurodermitis in die Erstattungsliste aufgenommen werden, damit die Versicherten nicht länger finanziell überfordert werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Das sind die Wünsche an die neue Weiterbildung

Am Freitag steht die Musterweiterbildungsordnung auf der Agenda des Deutschen Ärztetags. Wir haben dazu drei junge Ärzte und den BÄK-Beauftragen Bartmann befragt. mehr »

"Sportlich, unrealistisch, überkommen"

Am Donnerstagnachmittag debattiert der Deutsche Ärztetag über die GOÄ-Novellierung. Unsere Video-Reporter haben sich vorab dazu umgehört. mehr »