Ärzte Zeitung, 12.10.2011

Hamburger Kliniken bilden Herz-Kooperation

HAMBURG (di). Drei große Hamburger Krankenhäuser arbeiten bei der Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz künftig Hand in Hand. Hausübergreifende Abstimmung, regelmäßige Therapiekonferenzen und Telemedizin machen die Kooperation möglich.

Das Albertinen-Herzzentrum, die Asklepios Klinik St. Georg und das Universitäre Herzzentrum (UHZ) am UKE haben dazu das Hamburger Herztransplantationszentrum gegründet.

Zum Konzept zählt, dass jeder Patient von mehreren Ärzten der verschiedenen Häuser gemeinsam besprochen und die beste Therapieoption in einem der Häuser nach gemeinsam erarbeiteten Standards umgesetzt wird.

Dabei sind auch hausübergreifende Vertretungsregelungen und eine telemedizinische Vernetzung vorgesehen.

"Erfolge der Herztransplantation hängen von der medizinischen Betreuung auf der Warteliste ab"

"Erfolge in der Herztransplantation hängen wesentlich von der Qualität der medizinischen Behandlung der herzinsuffizienten Patienten vor der Transplantation und der medizinischen Betreuung auf der Warteliste ab", begründeten die Partner die trägerübergreifende Kooperation.

Wesentlich sei, dass diese Betreuung an ausgewiesenen Zentren stattfinde.

Leistungsfähige Kardiologien und Herzchirurgien

Die drei Partnereinrichtungen verfügen an ihren Standorten über leistungsfähige Kardiologien und Herzchirurgien. Das UHZ hat 2011 bislang 24 Transplantationen (inklusive Herz-Niere, Herz-Lunge und Lungen) vorgenommen.

Wie viele Organe transplantiert werden können, hängt stark von der Zahl der Organspenden ab. 2010 wurden in Deutschland etwa 360 Herztransplantationen an 24 Zentren vorgenommen. Fast die Hälfte der Zentren führte weniger als zehn Transplantationen durch.

Einsatz verschiedener Kunstherzsysteme ausgeweitet

"Aus Sicht der Patienten sind größere Zentren und Spezialisten mit viel Erfahrung die bessere Option", sagte Prof. Michael Schmoeckel, Chefarzt der Chirurgie in St. Georg.

Bei der Vorstellung der Kooperation wurde auch die angestrebte Ausweitung der Einsätze verschiedener Kunstherzsysteme an allen Standorten bekannt gegeben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »