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Ärzte Zeitung online, 09.11.2011

Apotheker lehnen Zwei-Klassen-Apotheken ab

BERLIN (run). Apotheken ohne Rezepturbereich und ohne Nachtdienstpflicht - das soll es nach dem Willen der Apothekerschaft auch in Zukunft nicht geben.

Damit widerspricht die ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände) einigen Regelungen des Referentenentwurfs zur Novellierung der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO).

Im Referentenentwurf ist zum Beispiel geplant, dass Filialapotheken künftig keine Rezepturen herstellen müssen.

"Sonderregeln für Filialverbünde lehnen wir ab, denn es darf keine zweitklassigen Apotheken geben. Das widerspricht unserem Versorgungsauftrag und dem erklärten Willen des Verordnungsgebers, die Versorgung im Nahbereich der Apotheken zu verbessern", erklärte ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf in einer Pressemitteilung.

Wolf: Regierung spart am falschen Ende

Ein "bisschen Apotheke" gehe nicht. Wolf: "Jede Apotheke muss in der Lage sein, dringend benötigte Rezepturen herstellen zu können - das ist auch im Notdienst essenziell."

Daher müssten in jeder Apotheke auch die wissenschaftlichen Hilfsmittel und ein Labor zur Prüfung der Ausgangsstoffe vorhanden sein. Eine Einschränkung dieser Ausrüstung in Filialapotheken sei keine sinnvolle Deregulierung, sondern es werde am falschen Ende gespart.

Ebenso wurde auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung der ABDA am Mittwoch betont, dass zu den Leistungen einer Apotheke auch weiterhin die Versorgungspflicht im Nacht- und Notdienst gehören müsse.

Bis zum 18. November hat die ABDA Gelegenheit, eine umfassende Stellungnahme zum Referentenentwurf im Bundesgesundheitsministerium einzureichen.

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