Ärzte Zeitung, 03.05.2012

Hessen stützt Vorstoß für vertrauliche Arzneipreise

WIESBADEN (eb). Hessen unterstützt das Vorhaben der Unionsfraktion im Bundestag, dass die Höhe von Erstattungspreisen im Zuge der frühen Nutzenbewertung vertraulich bleiben soll.

Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) sagte zur Begründung, bei der Offenlegung von Rabatten sei zu befürchten, dass dies bei pharmazeutischen Unternehmen zu einer "Preiserosion" in anderen Ländern führe.

Deutschland ist für viele andere Staaten Preisreferenzland bei neuen Arzneimitteln. Vertraulichkeit würde es Unternehmen ermöglichen, sich auf höhere Rabatte einzulassen, was auch zu sinkenden Ausgaben in GKV und PKV führe, glaubt Grüttner.

[06.05.2012, 18:08:08]
Dr. Marcel Marquardt 
Hessen möchte also
Wettbewerb light?
Was für ein Unsinn, dass geheime Preisverhandlungen zu niedrigeren Preisen führen könnte. Eine vertrauliche Vereinbarung ist immer günstig für den Anbieter. Also bleiben die preise höher als bei offenen Verhandlungen. zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

QuaMaDi wird fortgesetzt

Aufatmen im Norden: KV und Kassen haben sich auf den Fortbestand des Brustkrebsfrüherkennungsprogramm QuaMaDi geeinigt. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »