Ärzte Zeitung, 18.11.2012

Verhandlungen

Apotheker rufen die Schiedsstelle

BERLIN. Nach der zweiten Verhandlungsrunde über die Anpassung des Abschlags, den die Apotheker den gesetzlichen Krankenkassen gewähren müssen, hat der Deutsche Apothekerverband (DAV) die Gespräche mit dem GKV-Spitzenverband abgebrochen. Nun will er die Schiedsstelle anrufen.

Anlass für die verfahrene Situation sind unterschiedliche Ansichten über die Verhandlungsgrundlage. Während der GKV-Spitzenverband die zuletzt gültige Abschlagshöhe von 2,05 Euro pro Packung reklamiert, wollen die Apotheker von 1,75 Euro ausgehen, dem Betrag, der vor dem AMNOG galt.

Zur Erklärung: Da die Bundesregierung erst kürzlich das Packungshonorar um 0,25 Euro erhöht hatte, rechnen Beobachter nicht damit, dass es noch viel Spielraum für eine Senkung des Abschlags gibt.

Daher würde der Ausgangswert 1,75 Euro bereits eine Absenkung des Abschlags de facto bedeuten. Der DAV kündigte Protestaktionen an. (cw)

Topics
Schlagworte
Arzneimittelpolitik (6989)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »