Ärzte Zeitung, 22.01.2013

Notfallverhütung

Linke für rezeptfreie "Pille danach"

BERLIN. Die Linksfraktion im Bundestag hat sich dafür ausgesprochen, Levonorgestrel-haltige Arzneimittel zur Notfallverhütung aus der Verschreibungspflicht zu entlassen.

Dabei beruft sich die Fraktion auf den Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), der diesen Schritt für die "Pille danach" empfohlen habe.

Präparate mit diesem Wirkstoff seien in 28 europäischen Staaten rezeptfrei erhältlich, heißt es. Zudem zeigten Erfahrungen aus anderen Ländern, dass der Gebrauch regelmäßiger Verhütungsmittel nicht abgenommen hat, nachdem die "Pille danach" rezeptfrei wurde.

Die Linksfraktion weist darauf hin, dass die Apothekenpflicht des Präparats erhalten bliebe, so dass Apotheker "durch fachkundige Beratung einen sachgerechten Umgang" mit dem Arzneimittel gewährleisten könnten. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Ernährungsfanatiker leiden oft an Essstörung

Nur noch Steinzeitdiät oder doch lieber frugan? Wer seine Ernährung übertrieben einengt, ist oft an einer Bulimie oder Anorexie erkrankt. Unser Autor Thomas Müller hat diese Erkenntnis vom DGPPN mitgebracht. mehr »

Aus für größte deutsche Krebsstudie

Die Prostatakrebsstudie PREFERE wird vorzeitig beendet. Der Grund für das Aus der bislang größten deutschen Krebsstudie ist die geringe Zahl der eingeschriebenen Patienten. mehr »

Beim Rauchen gibt es keine sichere Dosis

Langzeit-Raucher sterben früher – und zwar auch dann, wenn sich ihr Konsum auf nur wenige Zigaretten am Tag beschränkt. mehr »