Freitag, 19. Dezember 2014
Ärzte Zeitung, 22.01.2013

Notfallverhütung

Linke für rezeptfreie "Pille danach"

BERLIN. Die Linksfraktion im Bundestag hat sich dafür ausgesprochen, Levonorgestrel-haltige Arzneimittel zur Notfallverhütung aus der Verschreibungspflicht zu entlassen.

Dabei beruft sich die Fraktion auf den Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), der diesen Schritt für die "Pille danach" empfohlen habe.

Präparate mit diesem Wirkstoff seien in 28 europäischen Staaten rezeptfrei erhältlich, heißt es. Zudem zeigten Erfahrungen aus anderen Ländern, dass der Gebrauch regelmäßiger Verhütungsmittel nicht abgenommen hat, nachdem die "Pille danach" rezeptfrei wurde.

Die Linksfraktion weist darauf hin, dass die Apothekenpflicht des Präparats erhalten bliebe, so dass Apotheker "durch fachkundige Beratung einen sachgerechten Umgang" mit dem Arzneimittel gewährleisten könnten. (fst)

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Frist von 2012 läuft aus: Regressbescheide richtig anfechten

Vor Weihnachten bekommen viele Ärzte Post von den Prüfgremien. Der Grund: Die Frist für die Arzneiregresse aus dem Jahr 2012 läuft aus. Eine Fachanwältin für Medizinrecht erklärt, worauf beim Widerspruch geachtet werden muss. mehr »

Leitartikel: Das Masernproblem wird ausgesessen

In Deutschland erkranken zu viele Menschen an Masern. Das Ziel, die Infektionskrankheit hierzulande bis 2015 auszurotten, wird verfehlt. Eine Kommission deckt auf, warum es nicht klappt. mehr »

Haare: Werden Dicke eher grau?

Die Fettsucht hat bekanntlich viele negative Folgen - vorzeitig ergraute Haare könnten dazu zählen. mehr »