Donnerstag, 24. Juli 2014
Ärzte Zeitung, 24.01.2013

Abschlag

AOK wirft Apothekern Radikalisierung vor

BERLIN. In der Auseinandersetzung um den aktuell gültigen Apothekenabschlag wird der Ton schärfer.

Weil der Deutsche Apothekerverband die Rechenzentren aufgefordert hat, den vor dem AMNOG gültigen Kassenrabatt von 1,75 Euro zu berechnen, wirft Uwe Deh, geschäftsführender Vorstand des AOK-Bundesverbandes den Pharmazeuten "Eskalationspolitik" vor.

"Die Radikalisierung der Verbandspolitik" werfe die Frage auf, ob die privatrechtlichen Apothekenrechenzentren noch "eine gesetzeskonforme und störungsfreie Arzneimittelversorgung" garantieren könnten, so Deh.

Die Kassen fordern, dass die Apotheker weiterhin den mit dem AMNOG für zwei Jahre vorgegebenen Abschlag von 2,05 Euro pro Packung an die GKV abführen. Abschließend entscheiden muss über die genaue Rabatthöhe für 2013 die Schiedsstelle. (cw)

|
Topics
Schlagworte
Arzneimittelpolitik (5678)
Krankenkassen (13725)
Organisationen
AOK (5906)
Personen
Uwe Deh (97)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Probiotika: Darmkeime zur Blutdrucksenkung

Die Meinung über Probiotika ist geteilt: Die einen schwören auf sie, die anderen halten sie für überflüssig. Eine Studienübersicht kommt jetzt zu dem Ergebnis, dass probiotische Produkte den Blutdruck moderat senken. mehr »

EU-Verordnung: Dobrindts "Luftnummer" lässt Rettungsflieger aufatmen

Eine EU-Verordnung verunsichert Deutschlands Kliniken und Luftretter. Jetzt hat der Verkehrsminister tief in die Trickkiste gegriffen. mehr »

Gaza-Krieg: Ärzte werfen Israel "Massaker" vor

Der Gaza-Krieg ruft zahlreiche Kritiker auf den Plan: Jetzt haben Ärzte die israelische Offensive mit scharfen Worten kritisiert. Jüdische Mediziner in Deutschland sind entsetzt. Sie werfen ihren Kollegen Realitätsverlust vor. mehr »