Freitag, 28. November 2014
Ärzte Zeitung, 24.01.2013

Abschlag

AOK wirft Apothekern Radikalisierung vor

BERLIN. In der Auseinandersetzung um den aktuell gültigen Apothekenabschlag wird der Ton schärfer.

Weil der Deutsche Apothekerverband die Rechenzentren aufgefordert hat, den vor dem AMNOG gültigen Kassenrabatt von 1,75 Euro zu berechnen, wirft Uwe Deh, geschäftsführender Vorstand des AOK-Bundesverbandes den Pharmazeuten "Eskalationspolitik" vor.

"Die Radikalisierung der Verbandspolitik" werfe die Frage auf, ob die privatrechtlichen Apothekenrechenzentren noch "eine gesetzeskonforme und störungsfreie Arzneimittelversorgung" garantieren könnten, so Deh.

Die Kassen fordern, dass die Apotheker weiterhin den mit dem AMNOG für zwei Jahre vorgegebenen Abschlag von 2,05 Euro pro Packung an die GKV abführen. Abschließend entscheiden muss über die genaue Rabatthöhe für 2013 die Schiedsstelle. (cw)

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Epidemie in Westafrika: "Dem Ebola-Ausbruch laufen wir immer noch hinterher"

Der deutsche Ebola-Rettungsflieger ist gestartet. Aber es gibt viele Defizite im Krisengebiet, und das Interesse ebbt ab, kritisiert "Ärzte ohne Grenzen". mehr »

Antidepressiva: Wann macht der Wechsel Sinn?

Wenn Antidepressiva nicht so wirken wie gewünscht, muss ein neues Medikament her. Aber wann sollte gewechselt werden? Eine neue Studie liefert jetzt Antworten. mehr »

Hecken attackiert Kassen: Preisverhandlung gleicht Lotterie

Kein oder beträchtlicher Zusatznutzen? Das macht für den GKV-Spitzenverband bei den Preisverhandlungen keinen Unterschied, kritisiert GBA-Vorsitzender Josef Hecken. Er hat aber eine Idee, wie sich das ändern lässt. mehr »