Ärzte Zeitung, 25.06.2013

Kommentar zu Pharma

Das Ende zäher Klischees

Von Christoph Winnat

Kaum eine Branche steht so sehr im Zwielicht wie Pharma. Das meiste ist Mythologie. Dagegen sind auch Meldungen wie die des Selbstkontrollvereins FSA machtlos, der für 2012 bundesweit gerade mal 22 Beanstandungen von Pharma-Marketingpraktiken dokumentiert.

Mit der Selbstverpflichtung zur regelmäßigen Veröffentlichung sämtlicher Zuwendungen an ihre Marktpartner unternehmen die Hersteller jetzt einen entscheidenden Schritt, ihr Image aufzupolieren. Künftig kann sich jeder selbst davon überzeugen, wofür die Industrie wie viel springen lässt.

Mehr Transparenz geht nicht. Das sollte auch Ärzten kein Kopfzerbrechen bereiten. In einer gemeinsamen Resolution wandten sich erst vor einigen Monaten 15 Verbände, darunter Bundesärztekammer und KBV, gegen die "fortgesetzte Skandalisierung unseres Berufsstandes", der unter dem Eindruck der Debatte über Korruption im Gesundheitswesen "unter permantenten Generalverdacht" gestellt werde.

Nun denn, auch in umgekehrter Richtung dürfte die Initiative des europäischen Pharmaverbands EFPIA gelingen: Das Bild vom Verordner, der die Hand aufhält, wird als das erkennbar, was es ist; ein zwar zählebiges, letztlich aber doch nur ein Klischee.

Lesen Sie dazu auch:
Selbstverpflichtung beschlossen: Pharmabranche legt Zuwendungen offen

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »