Ärzte Zeitung, 17.12.2013

Eilgesetz

Bundestag will Preismoratorium verlängern

BERLIN. Auf seiner ersten Sitzung am heutigen Mittwoch soll der Bundestag den Preisstopp für Arzneimittel, der nach geltender Rechtslage zum Jahresende ausläuft, bis zum 31. Dezember 2017 verlängern.

Gleichzeitig soll der gesetzliche Rabatt, der automatisch von 16 auf sechs Prozent zurückfallen würde, auf sieben Prozent festgesetzt werden.

Im Gegenzug wird die Nutzenbewertung für Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen, die vor 2011 auf den Markt gekommen sind, aufgegeben. Begründet wird dies mit hohem bürokratischen Aufwand der Unternehmen.

Ohne eine Verlängerung des Preisstopps, so heißt es in der am Dienstag entworfenen Gesetzesbegründung, die der "Ärzte Zeitung" vorliegt, würden die Arzneikosten 2014 um mehr als zwei Milliarden Euro steigen. Am Donnerstag könnte der Bundesrat zustimmen, so dass das Gesetz noch dieses Jahr verkündet werden kann. (HL)

Topics
Schlagworte
Arzneimittelpolitik (6814)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »