Ärzte Zeitung online, 27.02.2014

GKV

Generika machen 75 Prozent aus

NEU-ISENBURG. 2013 waren 75 Prozent der bei gesetzlichen Kassen abgerechneten Tagestherapiedosen Generika. Das ist das Ergebnis einer Kurzzeitstudie des Berliner IGES Instituts.

Erstellt wurde sie im Auftrag des Verbands Pro Generika auf Basis von Daten, die der Informationsdienstleister Insight Health bereitgestellt hat.

Die Aufwendungen der GKV für Generika seien jedoch nicht gewachsen. Sie seien sogar rückläufig, teilt der Verband mit. Lediglich zwei Milliarden Euro und damit weniger als zehn Prozent der GKV-Arzneimittelausgaben würden für die Generikaversorgung aufgewendet.

Kritisch sieht der Verband besonders die Rabattverträge nach Paragraf 130a SGB V, die überwiegend Generika beträfen. Im Generikamarkt setze sich damit auch 2013 ein mehrjähriger Trend fort. Dieser könne "langfristig die Grundlage einer nachhaltigen Arzneimittelversorgung in Deutschland bedrohen", warnt Pro Generika.

Der Verband machte seine Forderung nach mehr Mitteln für die Generikaversorgung bereits kurz nach der Bundestagswahl publik. (mh)

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