Ärzte Zeitung online, 10.12.2015

Arznei-Regresse

Gutes Zeugnis für Hessens Ärzte

FRANKFURT/MAIN. Die aktuellen Ergebnisse der Richtgrößenprüfungen für das Jahr 2013 stellen den hessischen Ärzten ein gutes Zeugnis aus.

"Es gab keinen einzigen Arzneimittelregress und nur einige individuelle Beratungen", teilten Frank Dastych und Dr. Günter Haas, Vorstandsvorsitzende der KV Hessen, mit.

In ihrer Mitteilung lobten sie das "besonders wirtschaftliche" Verordnen der Ärzteschaft. Die Zahl der Beratungen, die anstelle eines Regresses erfolgen, wenn das Richtgrößenvolumen erstmals um mehr als 25 Prozent überschritten wurde, bezifferte die KV Hessen auf Anfrage der "Ärzte Zeitung" auf 13.

Hinzu komme, dass die ABDA-Verordnungsdaten einen besonders geringen Anstieg in Hessen im Vergleich zu anderen Bundesländern zeigten, heißt es in der Mitteilung: Während die Ausgaben für Arzneimittel in diesem Jahr bundesweit um 3,45 Prozent stiegen, waren es in Hessen lediglich 2,24 Prozent. (jk)

[14.12.2015, 13:21:55]
Stephan Reuß 
Niedrige Arzneimittelregresse in Hessen? - Kein Wunder!
Wer sich mal die Mühe macht die Richtgrößen der einzelnen Bundesländer zu vergleichen, wird schnell feststellen, dass sich die Richtgrößen z.T. erheblich unterscheiden und v.a. dem Hausarzt in Schleswig-Holstein ein enges Korsett angelegt ist. Das ganze liegt natürlich daran, wie gut in den einzelnen Bundesländern die Wirtschaftsleistung ist und Geld in die Kassen der KK spült. Da sind Hessen und einige andere Bundesländer vorn. Rechtfertigt dies aber eine gegenüber diesen Bundesländer erhöhte Haftung der Ärzte in weniger wirtschaftskräftigen Bundesländern für die Behandlung gleich kranker Menschen? zum Beitrag »

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