Ärzte Zeitung, 05.02.2016

IMS Health

Ärzte verordnen erneut häufiger N3-Packungen

FRANKFURT/MAIN. Vertragsärzte haben im abgelaufenen Jahr Arzneimittel und Test-Diagnostika (ohne Impfstoffe) in Höhe von 32,3 Milliarden Euro zu Lasten der gesetzlichen Kassen verordnet.

Das entspricht einem Anstieg um 4,9 Prozent im Vergleich zu 2014, teilte das Beratungsunternehmen IMS Health mit. Zugrundegelegt bei der Berechnung sind Apothekenverkaufspreise nach Abzug der Rabatte von Herstellern und Apotheken.

Die Zahl der abgegebenen Packungen ist um 1,2 Prozent auf 702 Millionen gewachsen. Der Trend zur Verordnung größerer Packungen hat auch 2015 angehalten. Der Anteil der N 3-Packungen wuchs um drei Prozent, N 1 und N 2 waren dagegen rückläufig.

Ebenfalls gestiegen ist der Anteil der rabattierten Medikamente im generikafähigen Segment. Er wuchs im Vergleich zu 2014 um zwei Prozentpunkte auf 63 Prozent. Im Jahr 2013 hatte dieser Wert noch bei 59 Prozent gelegen.

Grund für den damals niedrigen Wert war, dass ab April 2013 den Krankenkassen keine Ausschreibung von Portfolio-Verträgen mehr erlaubt war. Diese Verträge umfassten bis dahin häufig das ganze Sortiment eines Herstellers. (fst)

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Top-Meldungen

Die neuen Abrechnungsziffern im Überblick

Die ambulante Versorgung von Patienten in Alten- und Pflegeheimen wird aufgewertet. Ab Juli gibt es Zuschläge für Betreuung, Behandlungs-Koordination und Besuche durch Praxis-Assistenten. mehr »

Hecken verrät erste Neuerungen

Die Bedarfsplanung soll und wird sich ändern - doch nicht so schnell wie vom Gesetzgeber vorgesehen. Das hat GBA-Chef Hecken angekündigt. Mit der "Ärzte Zeitung" sprach er über geplante Neuerungen. mehr »

Warum sich Heuschnupfen ausbreitet

Immer mehr Menschen leiden unter einer Pollenallergie. Die Gründe dafür sind vielfältig. Eine Ursache ist, dass die Pollen immer aggressiver werden. mehr »