Ärzte Zeitung, 22.07.2014

AMNOG-Idee

vfa kritisiert GKV-Vorschlag scharf

NEU-ISENBURG. Der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) hat vor einer Verschärfung des AMNOG gewarnt.

"Wenn für ein neues Arzneimittel in Deutschland der Preis, den die Krankenkassen zahlen, erst im Nachhinein, etwa nach einem Jahr rückwirkend feststeht, wird die Einführung von Innovationen auf dem deutschen Markt und damit der Zugang für Patienten massiv gestört und verzögert", erklärte die vfa-Hautpgeschäftsführerin Birgit Fischer.

Der GKV-Spitzenverband hatte vergangene Woche im Rahmen einer GBA-Entscheidung vorgeschlagen, das AMNOG dahin gehend zu verändern, dass die zwischen Unternehmen und Kassen vereinbarten Erstattungsbeiträge auch rückwirkend vor der frühen Nutzenbewertung gelten können sollten.

"Eine solche gravierende Gesetzesänderung hätte weitreichende Folgen für die Patientenversorgung und wäre für forschende Pharma-Unternehmen untragbar", erklärt Fischer weiter. Für die Pharma-Unternehmen drohten "unkalkulierbare finanzielle Risiken durch Rückforderungen der Krankenkassen", heißt es in einer Mitteilung. (eb)

Topics
Schlagworte
Nutzenbewertung (338)
Personen
Birgit Fischer (346)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »