Ärzte Zeitung, 15.04.2014

Tuberkulose

Start frei für Spezialfachärzte in Berlin

BERLIN. Die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) von Patienten mit Tuberkulose kann in Berlin starten. Die Partner im Landesausschuss haben Ende März fristgerecht die gemeinsam entwickelten Anzeigenformulare zur Teilnahme an der ASV beschlossen.

23 Seiten umfasst die verfahrenstechnische Umsetzung der inhaltlichen Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses in Berlin. Lange Zeit strittig war die Frage, in welcher Tiefe die Teilnahme an vorgeschriebenen Qualitätssicherungsmaßnahmen nachgewiesen werden muss.

Während niedergelassene Ärzte und Patientenvertreter einen Teilnahmenachweis forderten, hatten die Kliniken vorgeschlagen, dass eine Versicherung der teilnehmenden Ärzte genügen sollte. Schließlich setzten sich niedergelassene Ärzte und Patientenvertreter durch.

Zur ambulanten Behandlung von Patienten mit Tuberkulose müssen die interdisziplinären Teams nicht zwangsläufig sektorübergreifend aufgestellt sein. Nach der Vorgängerregelung des alten Paragrafen 116b SGB V hatten laut Berliner Krankenhausgesellschaft drei Krankenhäuser die Zulassung zur ambulanten Versorgung.

Welches Volumen dieser Bereich künftig in Berlin entwickeln wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Sicher ist aber, dass bei den onkologischen Indikationen deutlich mehr Aktivitäten niedergelassener Ärzte zu erwarten sind. (ami)

Topics
Schlagworte
ASV (111)
Tuberkulose (278)
Berlin (875)
Organisationen
ASV (177)
Krankheiten
Tuberkulose (781)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »