Ärzte Zeitung, 17.05.2016

ASV

Ministerium will mehr Flexibilität

BERLIN. Durch möglicherweise rechtswidrige Anforderungen in GBA-Richtlinien und einer erst am 14. April erfolgten Beanstandung eines GBA-Beschlusses vom 17. Dezember wird der Ausbau der Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) erneut verschleppt.

Der Bundesausschuss hatte im Dezember die Aufnahme gynäkologischer Tumoren und der pulmonalen Hypertonie beschlossen.

Das Ministerium, das die Richtlinie eigentlich nur binnen zwei Monaten beanstanden kann, sieht in der vom Bundesausschuss vorgenommenen Einschränkung auf bestimmte Therapieformen Kriterien dafür, dass der GBA im Ergebnis eine Beschränkung auf schwere Verlaufsformen vornimmt.

Der Gesetzgeber habe aber mit der Korrektur von Paragraf 116b im Versorgungsstärkungsgesetz die Einschränkung der ASV auf schwere Verlaufsformen aufgehoben und damit die ASV auch für jene Patienten öffnen wollen, die dazu im Paragraf 116b alter Fassung Zugang gehabt hatten.

Erläuterungsbedarf sieht das BMG ferner bei Mindestmengen und der Einbeziehung von Radiologen. (HL)

Topics
Schlagworte
ASV (116)
Organisationen
ASV (180)
Krankheiten
Bluthochdruck (3200)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »