Ärzte Zeitung online, 20.03.2014

Dank Einwanderung

Mehr Ärzte in Sachsen

Fast 300 Ärzte mehr haben im Vergleich zu 2012 vergangenes Jahr in Sachsen gearbeitet. Obwohl das Plus vor allem den ländlichen Regionen zugutekommt, beobachtet die Landesärztekammer einige Trends auch mit Sorge.

DRESDEN. Mehr Ärzte auch in Sachsen: Nachdem bereits in Thüringen ein Plus in der Ärztestatistik für Verwunderung sorgte, meldet die Sächsische Landesärztekammer ebenfalls steigende Zahlen. Demnach waren Ende vergangenen Jahres 16.232 Mediziner in Sachsen tätig - eine Zunahme um 298 Ärzte.

Davon ist der überwiegende Teil im Krankenhaus beschäftigt (8847), auch die kleine Ärzteschwemme findet insbesondere stationär statt (+224). Der ambulante Sektor ist mit 6501 Ärzten zum Vorjahr (+13) weitgehend stabil.

Die Zunahme verdankt Sachsen vor allem der anhaltenden Einwanderungswelle aus Osteuropa. Derzeit arbeiten 1521 ausländische Ärzte im stationären und 296 im ambulanten Bereich. Ihr Anteil ist damit auf inzwischen 11,2 Prozent gestiegen.

Der Präsident der Landesärztekammer Jan Schulze betonte: "Die ausländischen Kollegen tragen vor allem in den ländlichen Regionen maßgeblich dazu bei, dass Patienten gut versorgt werden. Einige Kliniken könnten den Betrieb mancher Stationen ohne die internationalen Ärzte nicht aufrechterhalten."

Da der Leistungsbedarf wie auch der Wunsch nach Teilzeitarbeit wachse, sei die Nachfrage nach Ärzten weiterhin groß.

Anstellung statt eigene Praxis

Mit Sorge verfolgt die Landesärztekammer einen weiteren Trend: Immer weniger Berufsanfänger übernehmen eine eigene Praxis. Seit 2007 ist die Zahl der selbstständig niedergelassenen Ärzte um fünf Prozent auf 5476 zurückgegangen. Dagegen sind inzwischen 1025 Ärzte angestellt in der Niederlassung tätig.

"Bedenklich ist dies vor allem für die ländlichen Regionen. Daher sollten Anstrengungen, wie das von der Sächsischen Landesärztekammer initiierte Netzwerk Ärzte für Sachsen, unbedingt intensiviert werden, um den rückläufigen Trend im ambulanten Bereich zu stoppen", sagte Schulze.

Ein weiterer Trend: Mehr Frauen als Männer ergreifen den Arztberuf. Während die Ärzteschaft vor zehn Jahren noch mehrheitlich männlich war, haben die Frauen mit 52,4 Prozent inzwischen die Oberhand gewonnen. (rbü)

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[07.04.2014, 12:13:51]
Waldemar Gutknecht 
Mehr Ärzte in Sachsen durch einwanderung
Streikbrecher sind das, weil ein Deutscher Arzt verlesst Deutschland aus Protest, dass die KH mehr und mehr OPs durchführen um die Konten der Privatanbieter in der Gesundheitsversorgung zu fühlen, daswegen sind die eingewanderte Ärzte nur als Streikbrecher anzusehen.

Grüß
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