Ärzte Zeitung, 13.01.2016

Krankenhausplan

Klinikverband sieht Berlin "auf gutem Weg"

BERLIN. Lob, aber auch mahnende Worte findet die Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) für den Krankenhausplan 2016, der vom Senat beschlossen wurde.

Das Land Berlin, heißt es in einer Mitteilung, befinde "sich auf einem guten Weg zu mehr Bedarfsgerechtigkeit und Qualität in der stationären Versorgung".

Der Krankenhausplan für 2016 bis 2020 nehme 1300 neue Planbetten auf - hiermit werde der demografischen Entwicklung in der Hauptstadt Rechnung getragen, lobte die BKG.

Sie begrüßt auch die Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Eine qualitätsorientierte Krankenhausplanung könne aber auch Risiken bergen, wenn die verbindlichen Qualitätsvorgaben nicht zuvor auf Evidenz und Finanzierbarkeit hin überprüft werden, heißt es.

Angesichts des Krankenhaustrukturgesetzes, durch das bundeseinheitlich für alle Kliniken Qualitätsvorgaben erarbeitet werden sollen, sei es sinnvoller, die Erarbeitung landesspezifischer Qualitätssicherungsverfahren zurückzustellen und die Entwicklung auf Bundesebene abzuwarten.

Nachbesserungen bei der Investitionsfinanzierung fordert BKG-Geschäftsführer Uwe Slama. Der Ansatz im Doppelhaushalt 2016/2017 - bereitgestellt werden 107 und 109 Millionen Euro - sei ein erster Schritt, "bleibt aber weit hinter den benötigten 240 Millionen Euro pro Jahr zurück". (juk)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Top-Meldungen

Hauttest spürt Parkinson auf

Wie können Ärzte zuverlässig Parkinson erkennen? Eine Biopsie könnte die Lösung sein. Forscher haben hier Unterschiede zwischen Kranken und Gesunden aufgespürt. mehr »

Ein Dorf nur für Geflüchtete

Einmal in Deutschland angekommen, müssen viele Flüchtlinge einen neuen, nun geschützten Alltag finden. Das "Michaelisdorf" in Darmstadt hilft Frauen und ihren Kindern dabei - trotz kultureller Hürden. mehr »

Robo-Baby macht Lust auf echte Kinder

Eigentlich sollten schreiende Babysimulator-Puppen Teenager von Schwangerschaften abhalten. Doch das Gegenteil ist der Fall, fanden nun australische Forscher heraus. mehr »