Ärzte Zeitung, 13.05.2008

Herzinfarktrisiko wird von Bürgern unterschätzt

MÜNCHEN (sto). Beim Thema Herzinfarkt herrschen in Deut-schland große Wissenslücken. Das hat die Allianz Private Krankenversicherung auf Basis einer Umfrage bei 500 Bürgern mitgeteilt, die das Meinungsforschungsinstitut GfK im Auftrag des Unternehmens erstellt hat.

Der Herzinfarkt werde als Todesrisiko stark unterschätzt, berichtete das Unternehmen. So glauben 71 Prozent der Deutschen, dass die Überlebenschancen nach einem Herzinfarkt bei über 50 Prozent liegen. Mehr als 37 Prozent der Bevölkerung gehen sogar davon aus, dass die Überlebenschancen nach einem Herzinfarkt bei über 70 Prozent liegen. Tatsächlich überleben aber nur 50 Prozent der Herzinfarktpatienten.

Auch hinsichtlich der Anzeichen eines Herzinfarktes bestehen nach der Umfrage bei den Bürgern große Wissenslücken. Meist sind nur die gängigsten oder typischsten Symptome eines Herzinfarkts bekannt. So würden 46 Prozent spontan "Druck, Schmerzen, Ziehen, Enge im Brustbereich" als Anzeichen eines Herzinfarktes erkennen.

42 Prozent würden bei "Schmerzen oder Taubheitsgefühl im linken Arm" und 25 Prozent bei "Atemnot" auf einen Herzinfarkt schließen. Schmerzen in der rechten Schulter, im Bauchraum oder im Unterkiefer werden als mögliche Symptome nicht genannt. Insgesamt seien Frauen wesentlich besser über die Anzeichen informiert als Männer, so die Allianz Private Krankenversicherung.

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