Ärzte Zeitung, 04.07.2008

Kammer-Umfrage soll klären, was junge Ärzte wollen

STUTTGART (mm). Um detaillierter als bisher die Nöte und Wünsche von jungen Medizinern zu erfahren, plant die Landesärztekammer Baden-Württemberg eine Meinungsumfrage unter Medizinern in der Weiterbildung.

"Durch die Befragung zur Qualität der Weiterbildung sollen hier nun Stärken, Schwächen und Verbesserungspotenziale aufgezeigt werden, um gemeinsam mit allen Beteiligten gegebenenfalls gezielte Maßnahmen einleiten zu können", kündigt Dr. Ulrike Wahl, Präsidentin der Landesärztekammer, an. Mängel, die die Ärzteschaft nicht zu vertreten habe, sollen nach den Worten der Präsidentin zudem deutlicher benannt und thematisiert werden.

Ziel müsse es sein, Wege zu finden, um bereits in der Weiterbildung die Situation der künftigen Ärzte verbessern zu können, so Wahl. Sie berichtet, dass die Mehrheit der Klinikärzte mit der ärztlichen Weiterbildung unzufrieden sei und vor allem die fehlende zeitliche und inhaltliche Strukturierung bemängele.

Umfragen aus anderen Bundesländern belegten diesen Trend. "Hier muss dringend etwas geschehen. Die Zahlen über den drohenden Ärztemangel sprechen für sich", so die Anästhesistin. Es sei eine Kernaufgabe der Ärztekammern, die Weiterbildung der Fachärzte von morgen langfristig sicherzustellen, erklärte Wahl.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (17115)
Organisationen
ÄK Baden-Württemberg (138)
Personen
Ulrike Wahl (40)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Antibiotika gegen Rückenschmerzen

Verursachen Bakterien heftige Bandscheiben-Beschwerden? Für Forschungen zur Behandlung von Rückenschmerzen mit Antibiotika wurde jetzt der Deutschen Schmerzpreis verliehen. mehr »

Ethikrat sucht nach dem goldenen Mittelweg

Wann ist eine medizinische Zwangsbehandlung fürsorglicher Schutz, wann ein unangemessener Eingriff? Diesen Fragen widmet sich aktuell der Deutsche Ethikrat. mehr »

Ein Wettbewerbsverbot ohne Entschädigung ist ungültig

Wettbewerbsverbot ohne Karenzentschädigung? Das geht nicht, urteilt das Bundesarbeitsgericht. Ist das im Arbeitsvertrag dennoch so vorgesehen, können Arbeitnehmer nachträglich aber kein Geld einklagen. mehr »