Ärzte Zeitung, 21.07.2008

Beckstein sichert Ärzten im Süden ein kleines Plus zu

Machtzuwachs für Hausärzteverband in Sicht: eigenständiges Vertragsmandat

BAMBERG (HL). Auch wenn der Gesundheitsfonds Krankenkassen in Süddeutschland 2009 Mittel von maximal 100 Millionen Euro entzieht - die Vertragsärzte in Bayern und in Baden-Württemberg können zumindest mit geringfügigen Honorarsteigerungen im kommenden Jahr rechnen.

Stellte beim Bayerischen Hausärztetag den aktuellen Stand der Korrekturen am GKV-WSG vor: Ministerpräsident Günther Beckstein (r.).

Foto: HL

Das hat der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein am Samstag beim Bayerischen Hausärztetag in Bamberg versichert. Dort stellte Beckstein den aktuellen Stand geltender Korrekturen am Wettbewerbsstärkungs-Gesetz vor, so wie dies zwischen der Kanzlerin, den Koalitionsfraktionen und der Bundesgesundheitsministerin vereinbart ist.

Danach müssen Hausarztverträge flächendeckend von allen Kassen bis zum 30. Juni 2009 vereinbart sein. Der Hausärzteverband hat Anspruch auf Vertragsabschluss, wenn er mindestens 50 Prozent der Hausärzte im Land vertritt. Eine Schiedsamtslösung stellt sicher, dass es tatsächlich zu einem Vertrag kommt.

Im Zug der Vergütungsreform ist den Ärzten global ein Zuwachs von 2,5 Milliarden Euro sicher. Auch Ärzte im Süden sollen davon profitieren: in Bayern mit 2,9 Prozent in Baden-Württemberg mit 1,9 Prozent. Als unmittelbare Folge wird es keine Haus- und Facharzttöpfe mehr geben. Gegenwärtig werde geprüft, so Beckstein, eine gesetzliche Regelung für die Honorarverteilung nachzuschieben. Außerdem wird das Engagement von Kliniken bei MVZ geprüft.

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