Ärzte Zeitung, 23.07.2008

Privatkliniken werben für freies Spiel des Marktes

KIEL (di). Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken (BDPK) fordert mehr Marktwirtschaft im Gesundheitswesen.

Der Antrieb, Gewinne zu erzielen, sorgt nach seiner Einschätzung für eine effiziente Gesundheitsversorgung. "Medizinische Entwicklungen und Entdeckungen kommen nicht aus Staaten mit einer Planwirtschaft, sondern werden in der Regel dort erfunden, wo man auch etwas damit verdienen kann", gab der BDPK auf seinem Bundeskongress in Kiel zu bedenken.

Als Beispiel führte der Verband die Entwicklung in den Krankenhäusern an: In vielen Regionen, so der BDPK, würden ohne Marktwirtschaft heute wahrscheinlich keine Kliniken mehr existieren. Private Unternehmen hätten in den vergangenen Jahren rund 400 Krankenhäuser aus meist kommunaler Trägerschaft übernommen und modernisiert.

"Die notwendigen Investitionen haben die Unternehmen nicht getätigt, weil es einen Regierungs-Masterplan gab, sondern weil sie sich einen Gewinn davon versprochen haben", hieß es.

Einen Widerspruch zwischen Ökonomie und Medizin sieht der Verband nicht - im Gegenteil. Nach Einschätzung des Verbands sorgt erst die Ökonomie dafür, dass Ressourcen sinnvoll und effizient zum Nutzen der Patienten eingesetzt werden.

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