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Ärzte Zeitung online, 15.08.2008

Medi-Chef rät Kollegen, AOK-Patienten anzuschreiben

STUTTGART (fst). Medi-Chef Dr. Werner Baumgärtner hat die hausärztlichen Kollegen in Baden-Württemberg aufgerufen, ihre Patienten nach der eigenen Einschreibung in den AOK-Hausarztvertrag zeitnah anzuschreiben und ihnen die Teilnahme zu empfehlen.

Medi-Chef rät Kollegen, AOK-Patienten anzuschreiben

Dr. Werner Baumgärtner.

Foto: Medi

"Dieses Verfahren bringt Ihnen einen erheblichen finanziellen Vorteil, den wir alle brauchen können", heißt es in einem Rundschreiben Baumgärtners an Medi-Mitglieder.

Der Verbandschef berichtet, Modellrechnungen - auch auf Basis seiner eigenen Praxisdaten - für die Jahre 2005 bis 2007 hätten gezeigt, dass "in jedem Jahr die Honorare im Hausarztvertrag höher gewesen wären als die KV-Honorierung". Dabei sei der Unterschied zur KV-Vergütung um so deutlicher gewesen, je mehr AOK-Patienten im Vertrag eingeschrieben waren.

Das liege an der pauschalierten Vergütungsstruktur im Vertrag, nämlich an den eingeschriebenen Patienten, "die gar nicht in die Praxen kommen, aber dennoch die Pauschale P1 von bis zu 88 Euro auslösen", schreibt Baumgärtner. Möglich sei eine Honorarsteigerung ab dem dritten Jahr "von mehr als 20 bis 30 Prozent (im Vergleich) zum KV-Honorar".

Baumgärtner kündigte an, Medi werde Musterbriefe, mit denen AOK-Patienten angeschrieben werden können, ins Internet stellen.

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