Ärzte Zeitung online, 19.08.2008

Marburger Bund ruft zur Demonstration in Berlin auf

BERLIN (dpa). Wegen der angespannten Finanzsituation vieler Krankenhäuser hat die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) ihre Mitglieder zu einer Demonstration am 25. September in Berlin aufgerufen.

"Wir wollen nicht tatenlos zusehen, wie Hunderttausende von Patienten wegen gesetzlich verordneter Finanznot die Klinik ihres Vertrauens verlieren", sagt MB-Chef Rudolf Henke.

Nach Einschätzung von Wirtschaftsexperten droht jeder dritten Klinik die Insolvenz. An den Protesten beteiligen sich auch die Bundesärztekammer, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände, der Pflegerat, der Deutsche Beamtenbund und die Gewerkschaft verdi. Mit dem Marburger Bund haben sie sich zum "Aktionsbündnis Rettung der Krankenhäuser" zusammengeschlossen.

"Wir brauchen Entscheidungen vor dem 1. November, denn dann steht der Beitragssatz im Gesundheitsfonds fest", sagte Henke. Er forderte ein schnell wirkendes Sofortprogramm. Bund und Länder ringen seit Wochen um die Aufteilung steigender Milliardenkosten für die mehr als 2000 deutschen Krankenhäuser zwischen Krankenkassen und Ländern.

Nach unbestätigten Meldungen haben die unionsgeführten Länder ein für Anfang September geplantes Gespräch mit Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) abgesagt.

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