Ärzte Zeitung online, 28.08.2008

Verhandlungen über Arzthonorare gehen in die entscheidende Phase

BERLIN (ble). Seit 12 Uhr verhandeln Kassen und KBV wieder über das Volumen der Ärztehonorare im kommenden Jahr: Bis 18 Uhr wollen beide Parteien im Haus der KBV am Berliner S-Bahnhof Tiergarten noch nach einer gemeinsamen Lösung suchen.

Danach will die KBV die Öffentlichkeit über den Stand der Verhandlungen informieren. Das Bundesgesundheitsministerium hat einen Beobachter in die Verhandlungen entsandt.

Einigen sich Kassen und Ärzte unter Vorsitz des unparteiischen Vorsitzenden Jürgen Wasem nicht, müsste das Gesundheitsministerium die Honorarhöhe festlegen. Dort ist die Neigung dazu allerdings nicht sehr ausgeprägt.

Bislang sind kaum Einzelheiten an die Öffentlichkeit gedrungen. Allerdings zeichnet sich ab, dass das von Politikern der großen Koalition versprochene Honorarplus von 2,5 Milliarden Euro zumindest dem Papier nach erreicht werden könnte. KBV-Chef Dr. Andreas Köhler hatte diese Summe wiederholt als Mindestbetrag für seine Unterschrift unter eine entsprechende Einigung bezeichnet (wir berichteten). Ursprünglich war die KBV mit einer Forderung von 4,5 Milliarden Euro mehr Honorar für die Vertragsärzte in die Verhandlungen gegangen.

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