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Ärzte Zeitung, 31.08.2008

Reaktionen

Kassen hadern mit Ergebnis

"Diese massive Honorarerhöhung werden leider alle Versicherten deutlich in ihren Portemonnaies spüren."
Johann-Magnus von Stackelberg, GKV-Verhandlungsführer

"Mit dem von der Selbstverwaltung erzielten Ergebnis kommt die Gesundheitsreform der Bundesregierung ein weiteres großes Stück voran. Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte erhalten nun ein kalkulierbares, gerechteres und auch transparentes Honorarsystem."
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD)

"Wer zuerst gut drei Milliarden Euro unter den Tisch fallen lässt, dann 4,5 Milliarden beansprucht und mit einer 2,5-Milliarden-Forderung in die Verhandlung geht, zeigt, dass er von Verhandlungstaktik keine Ahnung hat."
Dr. Klaus Bittmann, Vorsitzender NAV-Virchowbund

"Über ein Drittel ärztlicher Leistungen ist in der Vergangenheit nicht bezahlt worden. Die jetzt beschlossenen Honorarsteigerungen sind deshalb ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer angemessen Vergütung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. KBV-Vorstand Köhler war hartnäckig in den Verhandlungen und hat für die Ärzte ein gutes Ergebnis erzielt."
Professor Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer

"Das war ein dringend notwendiges Zugeständnis im allerletzten Augenblick."
Dr. Kuno Winn, Vorsitzender des Hartmannbundes

"Eine einzige Stellschraube in unserem Gesundheitssystem ist möglicherweise ein wenig gängiger gemacht worden, das System selbst benötigt aber nach wie vor dringend die von Ärzten und Patienten gewollte große Reparatur!"
Martin Grauduszus, Präsident der Freien Ärzteschaft

"Der Deutsche Hausärzteverband begrüßt die Honorarerhöhung von 2,5 Milliarden Euro ab 2009 für die ambulante Versorgung. Diese Höhe war allerdings lange vorher von der Politik gesetzt."
Ulrich Weigeldt, Vorsitzender des Deutschen Hausärzteverbands

"Das Gesamtbudget ist zwar etwas erhöht worden, aber es bleibt ein Deckel auf dem Topf. Allenfalls für eine vorher festgelegte Menge wird es feste Euro-Beträge geben. Sobald der Arzt mehr Leistungen erbringt, wird die Honorierung abgestaffelt."
Daniel Bahr, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion

Lesen Sie dazu auch:
Honorarwende für die Vertragsärzte
Arzthonorar: Geld allein reicht nicht!
Klippe 1: Prävention und extrabudgetäre Leistungen
Klippe 2: Das Aus für Verträge über Honorarverteilung
Klippe 3: Verteilung unter Regionen und Fachgruppen

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Orientierung am kranken Menschen

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