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Ärzte Zeitung online, 31.08.2008

Arzthonorar: Geld allein reicht nicht!

Der Grundstein für die Euro-Gebührenordnung ist gelegt. 2,7 Milliarden Euro mehr und ein Orientierungspunktwert von gut 3,5 Cent soll Ärzten garantieren, dass sie ab dem kommenden Jahr viel mehr Leistungen zu vorab bekannten Preisen bezahlt bekommen.

Von Helmut Laschet

Arzthonorar: Geld allein reicht nicht!

2,7 Milliarden Euro mehr und kalkulierbare Honorare gibt es für Ärzte ab dem kommenden Jahr.

Foto: M.Schmeling©www.fotolia.de/sth

Der Mehrheitsbeschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses ist vor allem eines: kompliziert. Der Grund: Allein mit mehr Geld wäre die Honorarreform nicht zu schaffen gewesen.

Zu komplex waren die Ziele und ihre Randbedingungen: Abschaffung der strikten, an der Grundlohnentwicklung fixierten Budgetierung zugunsten von Morbiditätsorientierung; ein ausreichender Rahmen für den Leistungsbedarf (daraus werden die Regelleistungsvolumina errechnet), der sicherstellt, dass Ärzte möglichst alle Leistungen bezahlt bekommen; keine neuen Konflikte zwischen Haus- und Fachärzten; deutliche Aufwertung der Honorare in den neuen Bundesländern, aber keine Verluste für Ärzte in Bayern und in Baden-Württemberg.

Wie wird mit bislang ungedeckelten Präventionsleistungen und extrabudgetären Leistungen umgegangen - sollen sie, wie die Kassen forderten, in den prospektiv vereinbarten Leistungsbedarf einbezogen werden? Das konnte verhindert werden.

Die Verhandlungen hätten scheitern können. Am Ende schlug sich der Vorsitzende des Erweiterten Bewertungsausschusses Professor Jürgen Wasem auf die Seite der Ärzte. Seine Bewertung des Abschlusses: Er enthält fast keine Preiserhöhung; nur bekommen Ärzte mehr Leistungen nun bezahlt.

Mit Geld allein war die Honorarreform nicht zu retten - Die gefährlichen Klippen und wie sie umschifft wurden:

Klippe 1: Prävention und extrabudgetäre Leistungen

Klippe 2: Die Honorarverteilungsverträge

Klippe 3: Verteilung unter Regionen und Fachgruppen

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