Ärzte Zeitung, 09.09.2008

Patienten verlassen öfter auf eigenen Wunsch die Klinik

FRANKFURT/MAIN (eb). 3,1 Prozent der Patienten in Hessen brechen ihre Klinikbehandlung vorzeitig ab, teilt die Techniker Krankenkasse mit. Gegen den Rat ihres Arztes haben einer Untersuchung der Kasse zufolge mehr als 26 000 Patienten im vergangenen Jahr ihren Aufenthalt im Krankenhaus beendet.

Dieser Anteil hat seit 2004 zugenommen: Damals verließ jeder 47. Patient auf eigenen Wunsch vorzeitig die Klinik, mittlerweile ist es jeder 33. Dabei handele es sich in den meisten Fällen um Patienten mit Darminfektionen sowie Schmerzen, Krämpfen, Schwächeanfällen und Schockzuständen.

Aber auch 300 TK-Versicherte mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krankheiten des Atmungs- und Verdauungssystems brachen die Behandlung ab. Bei fast einem Viertel der Behandlungsabbrüche handelt es sich um Menschen unter 20 Jahren.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (17546)
Krankenkassen (16604)
Organisationen
TK (2282)
Krankheiten
Schmerzen (4363)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »