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Ärzte Zeitung, 12.09.2008

Kommentar

Manche Mühlen mahlen zu langsam

Von Angela Mißlbeck

Seit mehr als zehn Jahren diskutiert die verkammerte Ärzteschaft über die Weiterbildung der Allgemeinmediziner. Ebenfalls seit mehreren Jahren beteuern Ärztevertreter, man sei in der Diskussion über eine verbesserte Förderung der Weiterbildungsstellen für Allgemeinmediziner in Praxen.

Zugleich gibt es jedes Jahr weniger Hausärzte und auch immer weniger Mediziner, die Facharzt für Allgemeinmedizin werden wollen. Ob hier ein ursächlicher Zusammenhang besteht, ist nicht nachgewiesen. Verwunderlich wäre es jedoch nicht. Die Organisation der Facharzt-Weiterbildung mit ihren unterschiedlichen Stellen ist ohnehin eine Herausforderung. Das haben viele Ärztekammern erkannt und bieten nun Verbundweiterbildungen, mit denen dem Nachwuchs die Stellensuche erleichtert werden soll.

Doch solche Maßnahmen bleiben Kosmetik, solange grundsätzliche Dinge, wie die Gestaltung der Weiterbildung und die Finanzierung von Weiterbildungsstellen in den Praxen nicht geklärt sind. Dass die Mühlen der Selbstverwaltung so langsam mahlen, ist nicht im Interesse der Ärzte. Am Ende profitiert davon nur die Politik, denn sie hat wieder zwei Gründe mehr, der Selbstverwaltung Unfähigkeit vorzuwerfen.

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Berufspolitik (17553)

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