Ärzte Zeitung, 16.09.2008

Kommentar

Ein Jubiläum - aber keine Feier

Von Raimund Schmid

Das hatte sich die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin bei ihrer Jahrestagung in München eigentlich anders vorgestellt. Ausgerechnet beim 125. Jubiläum der Gesellschaft steht der Pädiatrie das Wasser bis zum Halse. An Erfolglosigkeit liegt es nicht, wie in den über 600 Veranstaltungen des Kongresses deutlich wurde.

Und trotzdem war vielen nicht zum Feiern zumute. So ist innerärztlich der Kampf um die Versorgung von Kindern entbrannt, der darauf hinauslaufen könnte, den Pädiater auf Dauer überflüssig werden zu lassen. Richtig gefährlich wird es aber erst dann werden, wenn auch die Kassen Lunte riechen, ein teures Fachgebiet abwickeln zu können.

Es war daher überfällig, dass alle pädiatrischen Verbände in München zum ersten Mal gemeinsam deutlich Position bezogen haben. So sind die Kinder- und Jugendärzte künftig für die bevorstehenden Auseinandersetzungen auch als kleine Fachgruppe politisch gut aufgestellt.

Lesen Sie dazu auch:
Pädiater sehen ihre Stärke in der Prävention
Pädiater pochen auf ihre besondere Kompetenz für kranke Kinder

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »