Ärzte Zeitung online, 24.09.2008

Städtetagspräsident Ude: Drei Milliarden Euro für Kliniken zu wenig

BERLIN (dpa). Der Präsident des Deutschen Städtetages, Christian Ude (SPD), hat seine Kritik an der geplanten Finanzreform für die Krankenhäuser erneuert. Die Bundesregierung nehme die Probleme zwar mittlerweile zur Kenntnis, mache aber nur einen ersten Schritt in die richtige Richtung.

"Der Bedarf der Krankenhäuser liegt bei knapp sieben Milliarden Euro, und da können drei Milliarden das Problem nicht lösen", sagte Ude am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin".

Es gebe nur wenige Krankenhäuser, die schwarze Zahlen schreiben, erklärte der Münchener Oberbürgermeister. Zudem stünden die weiteren "Kostenlawinen" schon fest. "Und sie sind ohne Einnahmesteigerungen nicht zu verkraften", sagte Ude.

Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch die Reform der Krankenhausfinanzierung auf den Weg bringen. Die Krankenkassen sollen den rund 2100 Kliniken in Deutschland 2009 zusätzlich drei Milliarden Euro zur Verfügung stellen (wir berichteten).

[01.10.2008, 21:39:52]
Sebastian Hanus 
Verschiebebahnhof Klinikfinanzierung
Es ist bezeichnend, dass Herr Ude als Präsident des Städtetages eine weitere Erhöhung der zusätzlichen Mittel für die Klinikfinanzierung zu Lasten der Kassen und damit aller GKV-Versicherten fordert, kann er doch damit trefflich von der jahrelang verschleppten Investitionen öffentlicher Träger ablenken, also unter anderem der Städte...

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