Ärzte Zeitung, 26.09.2008

Landtag fragt nach Auswirkungen der Honorarreform

KIEL (di). Die Honorarreform für niedergelassene Ärzte beschäftigt den schleswig-holsteinischen Landtag. Ziel ist es, die Auswirkungen der Reform auf die medizinische Versorgung im Norden zu diskutieren.

Den Antrag für das Thema hat die FDP-Fraktion eingebracht, nachdem die KV Schleswig-Holstein öffentlich auf mögliche negative Auswirkungen der Honorarreform hingewiesen hatte. Die FDP erwartet nun von der Landesregierung Aufschluss über die unterschiedlichen Auswirkungen der Honorarreform in den einzelnen Bundesländern.

Thematisiert werden sollen auch die bislang extrabudgetär vergüteten Leistungsbereiche, die ab 2009 gestrichen werden. Die FDP will dabei außer den Folgen für die Versorgung der Bevölkerung auch die Vergütungssituation der einzelnen Facharztgruppen diskutieren.

Die KV Schleswig-Holstein gehört außer Nordrhein zu den schärfsten Kritikern der Honorarreform, weil die Zuwächse im Norden sehr gering ausfallen. Die Ärzte in Schleswig-Holstein sehen sich als Opfer, weil sie im Gegensatz zu jetzt begünstigten KVen in der Vergangenheit vergleichsweise wenige Leistungen abgerechnet hatten, um den Punktwert zu stützen.

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