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Ärzte Zeitung, 30.10.2008

Internisten drohen mit Gang vor den Kadi

BDI übt heftige Kritik an Quasi-Monopol des Hausarztverbands für Hausarztverträge nach Paragraf 73b

MÜNCHEN (vdb). Der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) will die Entscheidung, wonach künftig dem Hausarztverband bei Hausarztverträgen ein privilegiertes Recht zugestanden wird, so nicht akzeptieren.

Der Vorstand überlegt, rechtliche Schritte gegen die Entscheidung zu Paragraf 73 b SGB V einzureichen. "Wir bestehen darauf, auch in Zukunft an der hausärztlichen Versorgung teilnehmen zu dürfen", sagte BDI-Vize Dr. Wolf von Römer im Interview mit der "Ärzte Zeitung".

Es mache keinen Sinn, eine seit Jahren bestehende vernünftige Arbeitsteilung aufzugeben. Zudem schließt die Verbandsspitze nicht aus, sich überall dort gemeinsam mit KVen um entsprechende Verträge mit den Kassen zu bemühen, wo der Organisationsgrad des Hausärzteverbandes nicht so stark ausgeprägt ist.

Äußerst kritisch sieht von Römer auch die kürzlich im Erweiterten Bewertungsausschuss getroffenen Vereinbarungen. Jetzt schon über konkrete Zuwachsgrößen zu sprechen, hält er für reine Spekulation. Auf Bayern bezogen könnte es vielleicht ein kleines Plus geben. Doch dies ändere leider nichts an der Gesamtbefindlichkeit unter den Kollegen. Einige seien verzweifelt und zum Teil "leider auch demotiviert".

Für die einzelnen Sektionen im Berufsverband bedeute dies, in Zukunft noch enger zusammenzurücken. Der vom gesamten Präsidium eingeschlagene Weg müsse mit Blick auf gemeinsame strategische Ziele fortgesetzt werden.

Lesen Sie dazu auch das Interview:
Hausarztverträge: Warum soll eine gute Arbeitsteilung aufgegeben werden?

Lesen Sie dazu auch:
Internisten treffen sich am 15. und 16. November

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Berufspolitik (17554)
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