Ärzte Zeitung, 05.11.2008

BKKen rüsten für neue Versorgungsformen

HANNOVER (cben). Hausarztzentrierte Versorgung, besondere ambulante Versorgungsformen oder Integrierte Versorgung - 70 Betriebskrankenkassen Niedersachsens und Bremens mit zusammen rund 1,5 Millionen Versicherten haben in Hannover eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, um ihre Marktstellung zu verbessern.

Gemeinsam mit dem Landesverband koordiniert ein Vertragsausschuss die künftige Arbeit und entscheidet über die Verträge, die dann verbindlich für alle 70 Betriebskrankenkassen gelten.

"Mit dieser Vertragsarbeitsgemeinschaft bündeln die Betriebskrankenkassen ihre Interessen. Das stärkt unsere Verhandlungsposition, wenn es darum geht, durch neue Verträge mit den Leistungserbringern, wie niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern, die Versorgung zu verbessern", sagte Klemens Pawisa, Stellvertreter des Vorstandes des BKK Landesverbandes Niedersachsen-Bremen.

Zwar habe schon immer der Landesverband die Verhandlungen geführt, aber nun seien auch "viele Betriebskrankenkassen, die ihren Sitz außerhalb Niedersachsens und Bremens haben, aber hier eine größere Anzahl von Versicherten betreuen", in die Vertragsgemeinschaft aufgenommen, hieß es. Anders als in der Vergangenheit könne das BKK-System jetzt mit einer Stimme sprechen.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (16840)
Krankenkassen (16119)
Organisationen
BKK (2070)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »