Ärzte Zeitung, 12.11.2008

Honorare in Bayern steigen um sechs Prozent

MÜNCHEN (sto). Die Honorare in Bayern sollen 2009 um rund sechs Prozent steigen. Das ist das Ergebnis nach zweitägigen Verhandlungen vor dem Landesschiedsamt zur Umsetzung der Honorarreform und zur vertragsärztlichen Vergütung.

Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) teilte mit, dass im Grundsatz damit vor dem Schiedsamt erreicht worden sei, dass die Beschlüsse des Erweiterten Bewertungsausschusses auch in Bayern umgesetzt werden. Das sei angesichts der schwierigen Ausgangslage nicht einfach gewesen. Zu Beginn der Honorarverhandlungen musste noch mit einem Minus von 350 Millionen Euro für die Vertragsärzte und -psychotherapeuten in Bayern gerechnet werden, teilte der Vorstand der KVB mit.

Aufgrund der Schiedsamtsentscheidung sollen die Honorare im kommenden Jahr nun um rund sechs Prozent zuzüglich der Mengenentwicklung bei den freien Leistungen wachsen. Einzelleistungen außerhalb der neuen morbiditätsorientierten Gesamtvergütung sollen nach der Schiedsamtsentscheidung jedoch nicht vergütet werden, es sei denn, sie sind durch den Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses abgedeckt. "Hier steht uns viel Arbeit bevor, grobe Verwerfungen zwischen aber auch innerhalb der Fachgruppen zu verhindern oder zu beheben", erklärte der KVB-Vorstand.

Die Verhandlungen vor dem Schiedsamt seien unvermeidlich geworden, weil aufgrund des Gesundheitsfonds und der Honorarreform eine einvernehmliche Lösung im Vorfeld nicht realisierbar gewesen sei, hieß es.

Topics
Schlagworte
Berufspolitik (17094)
Organisationen
KV Bayern (898)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Amazonas-Volk hat die gesündesten Gefäße weltweit

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »

Kiffen schädigt wohl doch Herz und Hirn

Cannabis-Konsum erhöht offenbar doch das Risiko für Schlaganfall und Herzschwäche. Zumindest hat sich ein entsprechender Zusammenhang in einer umfassenden US-amerikanischen Analyse gezeigt. mehr »