Ärzte Zeitung online, 24.11.2008

Krankenhäuser und Ärzte fordern bei Klinik-Reform Nachbesserungen

BERLIN (dpa). Auf viel Kritik ist die geplante Finanzreform für die rund 2100 Kliniken bei Krankenhäusern und Ärzten, aber auch bei Krankenkassen gestoßen. Unterm Strich sehe die Koalition nur 1,6 Milliarden Euro Mehrausgaben vor, kritisierte die Deutsche Krankenhausgesellschaft am Montag in Berlin anlässlich der Anhörung zu dem Gesetz im Bundestag.

Es fehlten den Kliniken aber 6,7 Milliarden Euro, bekräftigte der Verband. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hatte die zusätzlichen Mittel für die Kliniken 2009 auf bis zu 3,5 Milliarden Euro beziffert.

Der Vorsitzende der Ärzte-Organisation Marburger Bund, Rudolf Henke, forderte: "Es muss endlich damit Schluss sein, die steigenden Kosten im Gesundheitswesen auf dem Rücken der Klinikmitarbeiter und Patienten abzuladen." Der Beamtenbund warnte, viele Krankenhäuser könnten mit dem bisher zugesagten Geld kaum überleben. Der Spitzenverband der Krankenkassen kritisierte hingegen überproportionale Ausgabensteigerungen und mangelnde Vertragsfreiheit zwischen einzelnen Kliniken und Krankenkassen.

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