Ärzte Zeitung, 12.12.2008

AOK-Ausschreibung sorgt in Bayern für Verwirrung

MÜNCHEN (sto). Das Angebot der AOK Bayern, die bestehenden Hausarztverträge fortzuschreiben, ist vom Bayerischen Hausärzteverband (BHÄV) mit "großem Interesse" zur Kenntnis genommen worden.

Leider gebe es jedoch keine schriftlichen Vertragsangebote, sagte BHÄV-Vorsitzender Dr. Wolfgang Hoppenthaller. Die AOK Bayern erklärte demgegenüber, bis zur Vereinbarung eines neuen Hausarztvertrages auf Basis der ab 1. Januar 2009 geltenden Rechtslage stünden die bisherigen finanziellen Mittel für die zusätzliche Vergütung zur Verfügung. "Es fehlt nur noch die Unterschrift der hausärztlichen Vertreter, dann können wir das Geld überweisen", sagte AOK-Vorstandsvorsitzender Dr. Helmut Platzer.

Das zusätzliche Honorar der AOK betrage allein in 2008 über 80 Millionen Euro. Unterdessen erklärte Hoppenthaller, die Hausärzte würden künftig nur noch 41 Euro pro Patient und Quartal mit geringfügigen Zuschlägen erhalten. In einer Urabstimmung werde deshalb jetzt über eine 14tägige Praxisschließung im Februar entschieden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »