Ärzte Zeitung, 22.12.2008

Kommentar

Der Südwesten bleibt Pilotregion

Von Florian Staeck

Geschichte kann sich auch wiederholen - jedenfalls in Baden-Württemberg. Ende 2007 ließ die AOK-Ausschreibung für einen Hausarztvertrag im Südwesten die Alarmglocken in allen KV-Zentralen schrillen. Tatsächlich bekamen zwei potente freie Verbände - Hausärzteverband und Medi - den Zuschlag, die KV ging leer aus.

Jetzt, ein Jahr später, bahnt sich eine ähnliche Situation bei der fachärztlichen Versorgung an. In den nächsten Wochen wird die AOK-Ausschreibung für die ambulante kardiologische Versorgung erwartet, Medi und der Berufsverband stehen Gewehr bei Fuß.

Für AOK Baden-Württemberg besteht der Charme darin, dass sie die geplanten Verträge nach Paragraf 73 c SGB V an den bestehenden Hausarztvertrag andocken könnte. Dass die Kasse auf Einsparpotenzial hofft, wenn die neuen Verträge wieder ein eigenes Arzneimittelmanagement mit separater Software enthalten, ist kein Geheimnis.

Baden-Württemberg dürfte auch 2009 das zentrale Konfliktfeld einerseits für die Verteidiger des Kollektivvertrags, andererseits für die Befürworter KV-externer Lösungen bleiben. Doch für einen bundesweiten Abgesang auf die KVen ist es zu früh. Vielerorts sind die Körperschaften ohne Alternative, weil Parallelstrukturen fehlen.

Lesen Sie dazu auch:
"Wir wollen den Urtraum von Medi realisieren"
Facharztverträge jenseits der KV - Medi sieht wachsenden Gegenwind

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »