Ärzte Zeitung online, 29.12.2008

Bayerns Hausärzte bieten Kinderärzten Beitritt zum Hausarztvertrag an

MÜNCHEN (maw). Bayerns Hausärztechef Dr. Wolfgang Hoppenthaller äußert kein Verständnis für das Ansinnen der Kinderärzte im Freistaat, AOK-Patienten nur noch gegen Vorkasse zu behandeln (wir berichteten). Im Gegenteil lädt er die Pädiater ein, ebenfalls dem von den Hausärzten ausverhandelten Vertrag beizutreten.

In einer Mitteilung des Bayerischen Hausärzteverbandes wird Hoppenthaller mit den Worten zitiert: "Die Drohung des Vorsitzenden des Kinderärzteverbandes Dr. Heinz Reiniger, gerade AOK-Versicherte künftig nur noch gegen Vorauskasse zu behandeln, ist völlig unverständlich und sachlich in keiner Weise zu begründen. Gerade die AOK Bayern hat als bisher einzige Kasse durch einen Vertrag mit dem Bayerischen Hausärzteverband die Hausärzte Bayerns vor der drohenden Insolvenz bewahrt."

Zudem, so Hoppenthaller, seien die Hausärzte wiederholt auf ihre kinderärztlichen Kollegen zugegangen. Hoppenthaller: "Der Vorstand des Kinderärzteverbandes wurde vom Hausärzteverband mehrfach eingeladen, an den Verhandlungen über diesen Vertrag teilzunehmen. Er hat diese Einladung abgelehnt."

Dennoch könnten die Kinderärzte - wie alle Hausärzte - dem Vertrag problemlos beitreten, wie Hoppenthaller klarstellt. "Mit dem Beitritt zu diesem Vertrag können die Kinder- und Jugendärzte genauso wie die Allgemeinärzte und die hausärztlichen Internisten ihre Existenz retten", wirbt der Hausärztechef für das Vertragswerk.

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