Ärzte Zeitung online, 22.01.2009

KV Niedersachsen stoppt Richtgrößenprüfungen

HANNOVER (cben) Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) hat die Abschaffung der Richtgrößenprüfungen im Arznei- und Heilmittelbereich gefordert und die sofortige Aussetzung der Vollstreckung sämtlicher Verfahren im Zusammenhang mit Richtgrößenregressen veranlasst.

Das teilte die KVN am Donnerstagnachmittag mit. "Schon in den vergangenen Jahren haben wir immer wieder auf die katastrophale Datenlage der Krankenkassen der Verordnungsdaten bei den Richtgrößenprüfungen hingewiesen. Diese Kritik ist nun erstmals von einem Gericht bestätigt worden", sagte der stellvertretende KVN-Vorstandsvorsitzende, Dr. Volker Steitz, heute in Hannover. In einem einstweiligen Rechtsschutzverfahren hat das Landessozialgericht (LSG) Niedersachsen-Bremen untersagt, einen Regressbetrag mit den Abschlagszahlungen des Honorars des Niedersächsischen Hausarztes Volker Eissing aus Papenburg zu verrechnen (wie berichtete). "Wir haben diesen Schritt zum Schutz unserer Mitglieder unternommen", sagte ein Sprecher der KVN zur "Ärzte Zeitung".

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