Ärzte Zeitung, 04.02.2009

Psychotherapeuten warnen vor Upcoding bei Depressionen

BERLIN (ble). Der Vorsitzende der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung (DPtV), Dieter Best, warnt vor einer Zunahme falsch negativer psychischer Diagnosen (Upcoding) durch die Einführung des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs. Für 80 darin erfasste und entsprechend codierte Krankheiten, darunter auch Depressionen, erhalten die Kassen seit Jahresbeginn zusätzliche Gelder.

Wegen der immer noch zu beobachtenden Stigmatisierung psychisch Kranker in der Gesellschaft müsse mit psychischen Diagnosen vorsichtig umgegangen werden, fordert Best. Ein Upcoding psychischer Krankheiten aus ökonomischem Interesse würde der gerechtfertigten zunehmenden Aufmerksamkeit im Gesundheitswesen auf psychische Krankheiten schaden und einer weiteren Stigmatisierung der Betroffenen Vorschub leisten, mahnte er.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromissvorschlag wieder zurückgezogen

Kaum verkündet, ist der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Die genauen Gründe sind unklar. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »