Ärzte Zeitung, 05.02.2009

Neue Qualität für Ultraschall - Technik und Ärzte auf Prüfstand

Neue Sonografie-Vereinbarung gilt ab dem 1. April

BERLIN (HL). Für die rund 70 000 Vertragsärzte, die Ultraschall-Leistungen erbringen, gelten ab dem 1. April neue Qualitätsstandards. Neu sind Abnahmeprüfungen für Geräte, alle vier Jahre Tests zur Konstanz und erweiterte Dokumentationsverpflichtungen - also Anforderungen, die die Praxen organisatorisch und wirtschaftlich belasten werden.

Neue Qualität für Ultraschall - Technik und Ärzte auf Prüfstand

70 000 Vertragsärzte in Deutschland erbringen pro Jahr etwa 58 Millionen Sonografien.

Foto: Siemens

Auf eine Neufassung der Qualitätssicherungsvereinbarung zur Ultraschall-Diagnostik haben sich jetzt KBV und GKV-Spitzenverband geeinigt. Sie löst die Vereinbarung aus dem Jahr 1993 ab, die zuletzt vor sechs Jahren geändert worden war.

Die neue Vereinbarung berücksichtigt nach einer gemeinsamen Mitteilung von KBV und GKVSpitzenverband die aktuelle technische Entwicklung sowie die Änderungen der Weiterbildungsordnung und des EBM.

Neu ist eine Abnahmeprüfung für alle Ultraschallgeräte, die in der vertragsärztlichen Versorgung eingesetzt werden. Außerdem müssen die Geräte alle vier Jahre einer technischen Konstanzprüfung auf ihre Bildqualität unterzogen werden.

Außerdem wurden Basisanforderungen an die ärztliche Dokumentation definiert. Dazu gehört auch eine Bilddokumentation. Mindestens drei Prozent der sonografierenden Ärzte müssen als Stichprobe die Dokumentationen von fünf abgerechneten Ultraschall-Untersuchungen auf Anforderung an ihre KV übermitteln.

Die Dokumentation wird darauf hin überprüft, ob sie vollständig und nachvollziehbar ist. Das Ergebnis wird dem Arzt nach vier Wochen mitgeteilt. Bei Mängeln wird der Arzt beraten, und er wird im Folgejahr erneut in eine Überprüfung von fünf abgerechneten Sonografien einbezogen. Erfüllt er auch dann die Anforderungen nicht, muss er an einem Kolloquium teilnehmen - bei Nichtbestehen wird die Genehmigung entzogen.

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