Ärzte Zeitung online, 06.02.2009

KBV fordert eine Milliarde Euro mehr

BERLIN (dpa). Im Streit um die Krankenkassenausgaben für die rund 140 000 niedergelassenen Ärzte hat die Kassenärztliche Vereinigung (KBV) einen Aufschlag von rund einer Milliarde Euro verlangt.

Der Honorarzuwachs 2009 betrage nur 1,2 Milliarden Euro gegenüber 2008 statt der versprochenen knapp 3 Milliarden, sagte KBV-Chef Andreas Köhler am Freitag in Berlin. Deswegen müssten bestimmte Operationen von den Kassen künftig extra honoriert werden. Zudem solle der Preis ärztlicher Leistungen steigen.

Die Gesamtsumme für die ärztliche Versorgung müsse tatsächlich bei den erwarteten rund 30 Milliarden Euro liegen und nicht darunter, erläuterte KBV-Sprecher Roland Stahl. Köhler sagte, den Versicherten drohten spürbare Einschnitte. Ärzten dürfe kein "Sozialrabatt" mehr abgefordert werden. Er hoffe auf Unterstützung des Bundesgesundheitsministeriums.

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